Auslandsstudium
Ein Auslands-Aufenthalt während des Studiums ist grundsätzlich zu empfehlen, auch wenn es doch einiges an Organisation erfordert. Deshalb sollte nicht zu spät mit den Vorbereitungen angefangen werden. Grob geschätzt sollte ein ganzes Jahr eingeplant werden von den ersten Überlegungen bis zur Abfahrt.
Neben Aspekten wie Förderung der Sprachkenntnisse, fachlichen Wissens und interkulturellen Kompetenzen, ermöglicht ein Aufenthalt im Ausland einen "Blick über den eigenen Tellerrand" und die Chance, viele neue interessante Menschen kennen zu lernen. Außerdem macht sich ein so ein Auslands-Aufenthalt wohl ganz gut im Lebenslauf: "Ein Aufenthalt im Ausland gibt dem zukünftigen Arbeitgeber Aufschluss über Ihre Eigeninitiative, Geduld, Motivation und Flexibilität sowie die Fähigkeit, sich in ungewohnter Umgebung zurecht zu finden." (TUM)
Je nach Interesse kann der Auslandsaufenthalt im Form eines Praktikums oder eines Studiums absolviert werden. Ein Praktikum bietet sich zB an, um einen Einblick in die reellen Abläufe eines Forschungs-Instituts zu bekommen und die erworbenen (oft eher theoretischen) Erkenntnisse des bisherigen Studiums zu erproben. Bei einem Praktikum kann es allerdings leicht passieren, dass man ein Semester länger studieren muss, da in diesem Zeitraum keine Vorlesungen besucht werden können. Bei einem Studium dagegen können die besuchten Vorlesungen und Seminare angerechnet werden, wobei dies unbedingt vorher mit dem Prüfungsausschuss abgeklärt werden sollte, um unangenehme Überraschungen zu vermeiden.
Das Referat Internationale Angelegenheiten der LMU bietet eine Broschüre "Wege ins Ausland" an, die sich als erste Informationsquelle und Unterstützung anbietet. Weiterhin findet sich auf den Seiten des International Office der TU ein Abschnitt Wissenswertes.
Grundsätzlich sollten folgende Punkte bedacht werden:
- Was will ich machen? (Praktikum/Studium/sonstiges)
- Wann will ich ins Ausland und wie lange? (Sommer- oder Wintersemester)
- Wo will ich hin?
- Informationen einholen & sammeln
- Fremdsprachenkenntnisse (ERASMUS an der LMU verlangt Nachweis der Fremdsprachenkenntnisse!)
- Administratives (Beurlaubung, Visum, Finanzierung etc.)
Für die Bioinformatik direkt gibt es von der LMU derzeit nur ein ERASMUS-Austauschprogramm mit der INSA Lyon, für welches Prof. Heun Ansprechpartner ist. Da es aber noch eine ganze Reihe anderer Austauschprogramme gibt, sollte man sich die jeweiligen Informationen unserer beiden Universitäten genau anschauen. Will man unabhängig von irgendwelchen Austauschprogrammen ins Ausland, bietet es sich an, die Professoren um einen Tipp/Rat zu fragen, wohin es sich zu gehen lohnt. Hat man zB gleich mehrere favorisierte Forscher-Gruppen oder Institute, kann das Lesen aktueller Veröffentlichungen ein hilfreiches Mittel sein, um die Wahl einzuschränken.
Neben der Finanzierung über Auslands-BAföG und ERASMUS gibt es noch eine ganze Reihe länderspezifischer Förderungen des DAADs.
Zusätzliche Informationen und Anregungen lassen sich in den Erfahrungsberichten von Kommilitonen oder Studierenden anderer Studiengänge finden, die bereits im Ausland waren.
LMU & TUM
- Referat Interantionale Angelegenheiten der LMU
- International Office der TUM
- ERASMUS SMP TUM (ERASMUS Förderung von Auslandspraktika)
- Bewerbungstraining auf Englisch der LMU
- ERASMUS Programm Bioinformatik mit INSA Lyon
sonstige
- studis-online
- DAAD (Deutscher Akademischer Austausch Dienst)
- EU-Gruppe im DAAD
- RausVonZuHause (Internationale Begegnungen und Auslandsaufenthalte für junge Menschen)
- Deutsches Studentenwerk (Auslands BAföG)
Sammlung möglicher Ziele
- Bioinformatics & Evolutionary Genomics (Belgien)
- Center for Biological Sequence Analysis (Dänemark)
- European Bioinformatics Institute (England)
- Wellcome Trust Sanger Institute (England)
- Center for Genomics and Bioinformatics (Schweden)
- Stockholm Bioinformatics Centre (Schweden)
- Centro Nacional de Investigaciones Oncológicas (Spanien)

